TSV Rudow 1888 - SD Croatia Berlin 0:2 (0:0)

Berlin-Liga (6. Liga Deutschland)

06.05.18

Sportplatz Stubenrauchstraße (2.500)

Zuschauer: 150 (25 Gäste)

   Eintritt: 6€

Am Sonntag wäre mit Isloch und Dinamo noch ein guter Doppler in Minsk möglich gewesen.

Da wir aber beide am Montag wieder schaffe´n mussten und im Vorfeld gepokert hatten, ging es heute bereits mit Belavia zurück nach Berlin.

Mal hat man eben Glück beim Poker mit den Spielplänen und manchmal eben auch nicht...

 

Nach Landung am uns bereits gut vertrauten Flughafen Berlin-Schönefeld wurde direkt der Bussteig aufgesucht um nach Rudow durchzustarten.

Sonntagnachmittags gibt´s in Berlin natürlich einiges an Spielen, jedoch war zeitlich wohl nur dieser Kick um 15:00 machbar, da Rudow nach wenigen Stops mit dem Linienbus erreicht ist.

 

Der Hunger und der leichte Zeitpuffer trieben uns aber erstmal in eine Pizzeria, wo lecker Pizza und ein kühles Weizen den Hoppermagen glücklich stimmten.

Nachdem wir etwas mehr Trinkgeld abdrückten als üblich, durften wir auch unsere Koffer bis nach Spielende parken und die 10 Minuten zum Ground ohne lästiges Gepäck absolvieren.

Vorbei an einigen Hertha-Graffitis und Klebern, welche hier wohl die Hosen anhaben dürften, kam bei uns kein Haupstadtfeeling, sondern eher das Gefühl einer Brandenburger Kleinstadt auf.

Das Schild zum heutigen "Wettkrähen" bestätigte dieses Gefühl, leider waren wir für dieses Spektakel etwas zu spät...

 

Der Ground ist ein typischer Berlin-Liga-Ground mit Kunstrasen, wenigen Stufen und ohne viel Schnick-Schnack kann die Sportanlage trotzdem ein paar Pluspunkte sammeln.

Zum Beispiel durch das urige Vereinsheim mit einer coolen Kneipe, wo noch auf Deckeln gezahlt wird und quasi jeder jeden beim Vornamen kennt.

Die bereits bei Ausstieg aus dem Bus auf einem Stromkasten verewigten TSV-Ultras konnten wir heute nicht entdecken, sollen Selbige doch sonst mit einer kleinen Zaunfahne vor Ort sein.

Generell hat der Stadtteil Rudow einen schlechteren Ruf durch einige Vorfälle mit rechtem Gedankengut, was wir heute gegen den kroatischen Verein nicht erlebt haben.

Die Gastmannschaft dürfte in meinem weltweiten Fussball-Catering-Ranking wohl einen der vorderen Plätze belegen, wird dort doch zu den Heimspielen ein fetter Grill mit Cevapcici & Co. aufgefahren, wobei man aus zahlreichen Zutaten und Saucen wählen kann.

Aufgrund der kürzlich verspeisten Pizza verzichteten wir auf das kulinarische Angebot in Rudow und sahen einen ungefährdeten Sieg von Croatia bei sommerlichen Temperaturen.

Vor dem Spiel wurde noch Vereinslegende "Kolle" geehrt und mit einem Kuchen beschenkt.

Bei der Mannschaftsaufstellung sollten die Zuschauer nach jedem Spieler laut "Kolle!" antworten was aber mal gar nicht klappte und der Stadionsprecher mit einem "OK, ihr kapiert´s nicht..." enttäuscht ad Acta legte.

Für uns ging´s zum Hauptbahnhof in einer U-Bahn, wo ein Penner dermaßen nach Pisse stank, dass sich alle ins nächste Abteil bewegten.

Die schlimmsten Zustände gab´s auf dieser Tour also mal wieder zu Hause und Berlin wurde vorerst auf Wiedersehen gesagt, natürlich nicht ohne Currywurst und Döner, denn ohne kann ich diese Stadt nicht verlassen...