Torpedo Minsk - FK Luch Minsk 0:1 (0:1)

Vysheyshaya Liga (1. Liga Belarus)

05.05.18

Stadion FK Minsk (3.000)

Zuschauer: 500 (30 Gäste)

   Eintritt: 3 BYN (~ 1,27€)

Die Aufgabe nach Abpfiff des Zweitligakicks war klar: Ein Taxi finden.
Das war weiter außerhalb von Zentrum nicht so einfach wie gedacht und so wunken wir erstmal vergeblich wie zwei Volltrottel jedem Taxi hinterher, leider ohne Erfolg.
Kein Wunder, denn in Minsk ist Uber weit verbreitet und wird gut genutzt.
Blöd nur, wenn keiner von uns die App hat und ich schließlich einen Taximokel am McDrive anlaberte und ihn um seine Pause brachte.
Für 10 BYN wurden wir nun zu Spiel Nr. 2 kutschiert und fanden uns schnell am Stadion von FK Minsk wieder.
Nein, der Fahrer hatte sich nicht vertan, denn Torpedo spielt einige Spiele in diesem moderneren Ground, anstatt im eigenen Gammelhimmel.
Schade eigentlich, aber als Doppler-Option trotzdem absolut annehmbar.
Für 3 BYN bekamen wir sogar ein Ticket und durften uns erneut durch die Metalldetektoren schlängeln.
Vorbei an grimmig guckenden Bullen ging's auf die Haupttribüne und damit auf die größere von zwei ausgebauten Seiten.
Wie erwartet kein Schmuckstück hier, auf der Gegengerade sammelten sich die Ultras von Torpedo bereits hinter einer handvoll Zaunfahnen.
Bier gab's in der Vereinskneipe und auch einige weitere deutsche Hopper outeten sich recht schnell als solche.
Bei der Zaunbeflaggung von Torpedo mit etwa 50 Supportwilligen fiel besonders das Banner mit den Wappen von Torpedo Minsk und Torpedo Zhodino auf, welches zweifelsohne auf eine Freundschaft hindeutet.
Gäste vom Plastikclub FK Luch waren ein paar vor Ort, dürfen aber alle in die Kategorie Normalo bzw. mega nervige Eventfans gesteckt werden.
So waren schräg vor uns ein paar Frauen mit Kids, welche nicht nur ziemlich quallig waren, sondern dazu noch undefinierbare Quiekgeräusche von sich gaben, sobald der Ball die Mittellinie überquerte.
Mega ätzend, daher hörten wir uns lieber die Fansgesänge der Heimkurve an, welche absolut zu gefallen wusste.
Ein Video hierzu können wir genauso liefern, wie die Komplettüberwachung im Stadion, welche schon mindestens eine Nummer krasser ist als bei uns.
Am Ende gewann mit Schmuckhersteller Luch hier leider der Kommerz und wir machten uns auf den Weg mit dem Bus Richtung Stadt.
Wenn man kein Wort russisch lesen oder verstehen kann, auch mal ganz interessant und so mussten Hände und Füße eingesetzt werden.
Die restlichen Rubel wurden im Anschluss verschlemmt und ein letztes Mal das rege Treiben der Hauptstadt genossen.
Abends geht hier einiges und die Straßen sind voll mit jungen Leuten, die Musik machen und Spaß haben.
Minsk ist auf jeden Fall eine Reise wert und bekommt von uns ausschließlich gute Noten, ein Wiedersehen ist alles andere als ausgeschlossen!