Torpedo Kutaisi - FC Samtredia 1:0 (0:0)

Erovnuli Liga (1. Liga Georgien)

05.04.18

Ramas-Schengelia-Stadion (14.700)

Zuschauer: 2.000 (80 Gäste)

   Eintritt: frei



Ein Doppler auf einem Donnerstag, wir befanden uns im 7. Groundhopperhimmel!

Um 21:00 sollte also zum 8. und letzten Mal auf der Tour der Ball rollen und das in der drittgrößten Stadt Georgiens.

Bekannt ist die Stadt wohl allen Billigfliegernutzern, kann man doch von Deutschland zum Teil mit Wizzair für ein paar Euro hier rüberjetten.

Durch kleine Gassen schlängelte Pippo den Nissan Micra Richtung Ramas-Schengelia-Stadion, welches nach dem gleichnamigen erfolgreichen Fussballer benannt ist.

Interessanterweise spielte Ramas Schengelia aber bei Torpedo lediglich 3 Jahre, ehe er in 11 Jahren bei Dinamo Tiflis zum Torjäger wurde.

In 283 Spielen schoß er 120 Tore für den größten Club des Landes, gewann 1980/1981 den Europapokal der Pokalsieger und wurde zweimal zum sowjetischen Fussballer des Jahres gekührt. 2016 löste er den bisherigen Namensvetter Givi Kiladze damit ab.

Die Gegend um das Stadion ist ziemlich runtergekommen und hinterließ keinen vertrauenswürdigen Eindruck, dennoch musste der rote Flitzer dort die nächsten 2 Stunden verbringen, während wir in die größtenteils unüberdachte Schüssel gingen.

Das Stadion ist mit Sicherheit eines der schöneren der Tour und kann vor allem durch die interessante Haupttribüne und die Sitzelemente mit dem Vereinsnamen und der georgischen Flagge optisch punkten.

Dass auch hier wenig los war und der Eintritt bei Spiel 8/8 ebenfalls kostenfrei war, muss ich ja eigentlich gar nicht mehr erwähnen.

Schräg hinter dem Tor fanden sich etwa 40 Torpedo-Ultras zum Support ein und sorgten mit etwas grünem Rauch beim Intro für den ziemlich einzigen Akzent.

Da konnten die Gäste aus dem nur 36 Kilometer entfernten Samtredia mehr überraschen.

Der Verein, der 2016 erstmalig überraschend georgischer Meister wurde und in der CL-Quali beim ebenso von uns gesehenen Verein FK Quarabag ausschied, spielte hier heute gegen den aktuellen Meister und das vor ca. 2.000 Zuschauern.

Immerhin ein paar Kibice also und die Gäste sorgten mit etlichen Polenböllern während des Spiels immer wieder für Aufmerksamkeit.

Kurz vor Schluss wendete Torpedo das 0:0 für uns zum Abschluss glücklicherweise noch ab und erzielte den Siegtreffer, so dass wir den Nissan aus seiner dunklen Ecke befreien konnten.

Nun hieß es das von Jörg gebuchte Gasthaus zu finden, was sich als ziemlich schwierig herausstellte.

Am Ende liefen wir 2x direkt daran vorbei und stempelten es als normales Wohnhaus ab, was es halt auch war.

Die zwei kleinen Töchter der Gastgeberin holten uns am Ende ab und führten uns doch noch hinein, ehe der fussballtechnische Tourabschluss mit ein paar Dosen zelebriert wurde.

Am Folgetag konnte in Kutaisi noch der Sightseeing-Part inkl. UNESCO-Punkt abgehakt werden. So besichtigten wir den Springbrunnen in der Innenstadt, die Bagrati-Kathedrale und das Gelati-Kloster.

Weitere Bilder aus Georgien und Tblisi, welches wir anschließend für 3 Tage beehrten, findet ihr unter der Rubrik "Kultur".