DOS ´37 - NSC Nijkerk 1:4

Eerste Klasse Zaterdag D (5. Liga Niederlande)

17.11.18

Sportpark Het Midden (1.800)

Zuschauer: 200

      Eintritt: 5€



Geplant war ein Abstecher ins Fürstentum Liechtenstein zum Länderspiel gegen Mazedonien und ein anschließendes WE in Süddeutschland. Leider musste die Tour zum zweiten Mal in wenigen Wochen wegen eines Trauerfalls ausfallen. Diesmal traf es Mitfahrer Christoph, an dieser Stelle nochmals mein herzliches Beileid.

Alleine machte die halbe Weltreise kostentechnisch keinen Sinn, die kostenfreie Stornierung bei booking.com wurde somit umgehend vorgenommen. Planlos und ohne große Alternativen durften 2x Hafer in Holland nun das Wochenende "füllen", angefangen am Samstag in Vriezenveen. Hier tritt der Fünfligist DOS ´37 gegen die Pille. Was zunächst wie eine Betriebsmannschaft von Microsoft klingt, heißt schlicht "Door Oefening Sterk", zu deutsch: "Durch Übung stark".

Das mit dem Üben bekommen die Gäste aus Nijkerk aktuell aber besser in den Griff, denn die Jungs mit dem superlangweiligen Wappen grüßen von der Tabellenspitze der eersten Klasse, was in Holland logischerweise die fünfte Liga ist, macht ja Sinn...

Wird man nach Erwerb des Eintrittsbeweises noch durch ein martialisches Eingangstor geschleust was auch vor einer Burg stehen könnte, erwartet mich danach wenig schnick-schnack. Kleine Backsteintribüne, sonst drumherum nur Werbebanden mit ein paar Bänken und wie in Holland garantiert: Ein nettes Vereinsheim, welches immer voll ist. Ganz egal bei welchem Amateurverein man im Frikandelland vorbeischaut, die Leute sind (zumindest an der Theke) zahlreich vertreten. Gefühlt herrscht hier in den tieferen Ligen mehr Zusammenhalt als in Deutschland, man trifft sich für ein paar Bierchen, irgendwas Frittiertes oder wie heute, auch mal einen selbstgemachten Erbseneintopf. Nebenbei spielen 22 Spieler Rumpelfussball feinster Güte und die Zuschauer wollen den Schiri zur Halbzeit am Liebsten mit in die Fritteuse schmeißen. Was war passiert? Nach einem mehr als falschen Pfiff für die Gäste (klares Offensivfoul), gibt es Elfmeter. Dieser geht neben das Tor, doch der Offizielle lässt wiederholen und im zweiten Anlauf landet der Ball im Netz. Nun gibt es noch rot für einen Ersatzspieler der Gastgeber und der kleine Sportpark brennt förmlich! Ruhiger ging es heute beim Nachbarn zu, denn wie so oft in NL gibt es auch auf diesem Sportareal einen Verein für Samstags und einen für Sonntags. Da die gläubigen Christen (wie heute die Microsoft-Jungs) nicht am heiligen Sonntag kicken wollen, wird Samstags gespielt. Die nicht ganz so religiösen Nachbarn von DETO haben aktuell aber mehr Erfolg und spielen in der viertklassigen Hoofdklasse. Glaube alleine schießt eben auch keine Tore ;-)