VfL Osnabrück - FC Hansa Rostock 2:1 (1:0)

3. Liga

02.04.17

Stadion an der Bremer Brücke (16.130)

Zuschauer: 11.044 (~1.200 Gäste)

   Eintritt: frei - Dauerkarte



Der heutige Fussballtag begann für ein Heimspiel deutlich früher als gewohnt. Der Grund war, dass der Vorverkauf für das "Nachbarschaftsduell" in Lotte um 10 Uhr begann. Bereits vor 9 Uhr trudelte ich also mit vorher besorgten Frühstück vor dem dem Fanshop ein und traf mich mit den anderen beiden Autoren dieser tollen Seite Die Wartezeit konnte auch ganz gut überbrückt werden, die Schlange war vor Öffnung jedoch bereits so lang, dass klar war, dass niemals jeder Wartende eine Karte bekommen würde. Trotz einiger Unbelehrbaren, die um 10 Uhr erst da waren und sich trotzdem nach vorne drängten, bekamen wir das Objekt der Begierde noch, obwohl die Kasse beim Fanshop wieder so gut lief wie Tine Witler beim 100m Sprint. Nach kurzer (aber wieder mal) erfolgloser Diskussion mit einem arroganten Bullen, die Oststraße zu passieren, liefen wir einen ordentlichen Umweg Richtung meines Mekka des Fussball. Denn das ist nicht etwa die Bremer Brücke, sondern die Sportanlage auf dem Klushügel, wo ich (mehr oder weniger) das kicken lernte. Den Kreisklassenkick der zweiten Mannschaft von Kosova und Atter nahmen wir als Lückenfüller noch mit bevor es für Marcel und mich zurück zum Stadion ging und Ilka sich zur Hoppingsession nach Hamm verabschiedete. Mit Hansa Rostock war endlich mal wieder ein richtiger Gast im heimischen Stadion, nachdem man mit den Reserveteams, Kiel und Chemnitz eher nur magere Kost geboten bekam. Die Fans des FC Hansa zählen für mich deutschlandweit mindestens in die TOP 5, an guten Tagen wie zuletzt in Zwickau sind sie wohl noch weiter oben anzusiedeln. Die Sonne lachte bereits und auch der lila-weisse Anhang hat seit dem Auswärtssieg in Bayern wieder Grund zum strahlen. Die Mannschaft begann erneut mit ordentlich Zug zum Tor und erarbeitete sich einige gute Chancen. Die Drangphase wurde von Tony in Form des 1:0 belohnt und damit ging es auch in die Pause. Die Ostkurve bei gutem Wetter auf Betriebstemperatur und mit einem guten Auftritt, im Gästeblock blieb die erhoffte Stimmung aber zunächst aus. Außer einigen "All cops are bastards - ACAB!" und "Bullenschweine!" war nichts zu hören. Grund dafür wohl die zähen Einlasskontrollen (bspw. die Fahne der Baltic Boys war zum Anpfiff noch nicht am Zaun) und eine verbotene Choreo vermiesten der Hanseaten die Stimmung. Noch vor Anpfiff der zweiten Hälfte legte der Mob aber wieder los wie die Feuerwehr und die Erwartungen wurden wieder erfüllt, klasse Auftritt wie immer. Auch die Gastmannschaft kam langsam ins Spiel und lief den VfL im Aufbauspiel deutlich früher an. Dennoch schien das Ding hier durch zu sein, als Dennis Erdmann zum 1:1 köpfte und mit seinem Jubel wieder einmal meinen Hass (und den vieler anderen) auf sich zog. Ja, der Dennis ist eben ein *****sohn... Da diese besondere Art der Sumpfratte aber ein besonderes Karma verdient, netzte unser Kampfschwein nach Flanke von Arslan zum verdienten 2:1. Lieber Dennis Erdmann, hierzu möchte ich dir gerne noch 3 warme Worte sagen: "In. Dein. Gesicht!" Der Torjubel war wieder extrem emotional und auch eine Sitzschale ging dabei zu Bruch, den nächsten Termin beim Kardiologen habe ich jedenfalls eben gebucht. Tja, der VfL kann Last Minute eben besser als Expedia und ist weiterhin fett im Geschäft um die begehrten 3 Plätze. Das war heute ein toller Auftakt in den Super-April mit satten 6! VfL-Spielen, der Monat der Wahrheit hat aber gerade erst begonnen...