Ungarn - Andorra

WM-Qualifikation

13.11.16

Ergebnis: 4 - 0

Groupama Arena (22.600)

    Zuschauer: 21.344

   Eintritt: 6.000 Forint ( ca.20 €)

Der Sonntag begann erneut früh und mit einem kleinen Shoppingtrip im Supermarkt der U-Bahn Station Westbahnhof. Schließlich galt es knapp 3 Stunden mit dem Bus gen Budapest abzuspulen. Die Fahrt verlief recht ereignungslos, außer dass das W-LAN nicht funzte -.-

Wir vertrieben uns die Zeit mit Stadt - Land - Fußball, wobei Marcel den klaren Sieger stellte, mein Gehirn war aber auch irgendwie noch nicht auf Betriebstemperatur, außerdem ist der gute ja auch noch ein paar Jährchen jünger :P

Die Bushaltestelle in Budapest liegt lustigerweise direkt an der Groupama Arena, wo es natürlich auch heute Abend noch hingehen sollte. Wir machten ein paar Bilder bei Tageslicht und versorgten uns erstmal mit Forint, wobei der Automat mir exakt einen 10.000er Schein ausspuckte, was bei uns knapp 30 € sind. Damit konnte das Metro-Tagesticket problemlos bezahlt werden. Im Infobüro wollten wir erstmal checken welche Haltestelle wir anpeilen mussten und gleichzeitig einen Plan für die Metro abgreifen. Obwohl wir die einzigen Besucher dort waren, bat uns der Mitarbeiter eine Nummer zu ziehen, was wir so kurios fanden, dass er uns irgendwann einfach heranwinkte und uns den gewünschten Plan aushändigte. Na, bitte, warum nicht gleich so?

Im Downtown Oasis sollte nun eingecheckt werden, irgendwie missverstanden wir und die Tante von der Rezeption aber etwas bei der Etagenwahl und so begann ein 20-minütiges Katz-und Mausspiel an dessen Ende wir in unserem ziemlich großen Apartment für schlanke 8.300 Forint standen. Die Taschen abgestellt und erstmal dem Kulturpart angenommen, da wir noch knapp 5 Stunden bis Anpfiff hatten. Ihr kennt es: Das passende Album für Budapest folgt natürlich noch ;-)

Nachdem die Füße platt gelaufen waren, gab´s als Belohnung Burger und Ribs bevor es mit der Metro Richtung Stadion ging. Ich fand das System hier ziemlich gut zu durchschauen, man hat keine Probleme die passende Linie/Station zu finden, was sicher auch im Vorfeld für die Bewerbung für Olympia 2024 ein Pluspunkt sein wird. An der Metro Station Népliget also wieder raus und mitten ins Fantreiben gemischt, kein Operettenpublikum sondern gute Stimmung schon eine Stunde vor Anpfiff.

Unsere Karten hatte ich vorab über die Verbandsseite bestellt, wobei die Option Voucher irgendwie nicht funzte und wir mit E-Tickets vorlieb nehmen mussten. Die Einlasskontrollen waren ohne den inzwischen auch überregional bekannten "Venencheck", dafür bekam ich vom Ordner erstmal ein "No camera!" reingedrückt, bevor er irgendeinen Ausweis sehen wollte, ich meinen Personalausweis vorzeigte und er mich doch durchwinkte. Komischer Kauz, oder vielleicht enfach der Touribonus...

An unserem Aufgang zum Gate quatschte mich ein irischer Groundhopper an und fragte wo ich das Spieltagsheft gekauft hätte, auf die Antwort, dass die Dinger hier einfach überall gratis verteilt werden, war er so schnell wieder weg, wie er aufgetaucht war. Das Stadion war nahezu ausverkauft, für so einen Gammelgegner wie heute und für die doch recht hohen Ticketpreise absolut gut. Zu Beginn gab es zum Einlaufen und der Hymne wieder eine Choreo, welche wieder eine goldene 12 als zentrales Element hatte. Gefiel mir vom Auffbau irgendwie etwas besser als gestern in Wien und auch die Laustärke der Heimfans kam bei uns besser an. Kein Wunder, da weder Gästefans noch Laufbahn diese beeinträchtigten. Das allseits bekannte "Ria Ria Hungária!" schallte des öfteren durch die neumoderne Schüssel und wir konnten mit dem Gesehene erneut zufrieden sein :)

Nach Abpfiff ab durch die Eiseskälte zum Donauufer um das Parlamentsgebäude und die Kettenbrücke im Dunkeln nochmal zu begutachten und im Anschluss ab ins Apartment, wo die zwei Olga´s die gemeinsam mit uns in der Hütte wohnten noch ungarisches Assi-TV schauten, für uns zu viel des Guten, wir waren fix und alle und pennten ein bevor Marcel Langós sagen konnte.