NK Domžale - NK Olimpija Ljubljana

Prva Liga

20.08.16

Ergebnis: 1 - 3

Športni park Domžale (3.100)

Zuschauer: 3.000

Eintritt: 5 €

Für den Abreisetag hatte ich mir noch ein Abendspiel in Slowenien ausgeguckt um auch diesen Länderpunkt einzutüten. Die Wahl fiel hierbei auf das Spitzenspiel zwischen dem 1. und 2. der heimischen Liga. Der Gegensatz konnte kaum extremer sein, Domžale ein Dorf unweit von Ljubljana mit gerade mal 13.000 Einwohnern gegen die größte Stadt und Haupstadt des Landes. Ein Spiel, was von Heimseite als Derby groß angekündigt wurde. Ihr werdet euch vermutlich schlapp lachen, aber ich hatte schon ein wenig Ticketsorgen vor dieser Partie. Einerseits der sportlichen Ausgangslage geschuldet, andererseits passen in den Športni park satte 3.100 Zuschauer... Unser Gastgeber in Divaca gab mir den heißen Tipp die Karten bei der Tankstellenkette OMV oder in der NK Bar (Fankneipe) am Stadion zu besorgen. Beim nächsten Boxenstopp fragte ich dann auch gleich mal bei besagter Tanke nach, aber ausgerechnet für diese Partie gab es keine Karten zu erwerben. Nachdem ich das Angebot einer Dauerkarte für Olimpija dankend ablehnte, war der Plan am Samstag vor dem Sightseeing in der Hauptstadt kurz in der NK Bar vorbei zu schauen. Diese ist eine schon gut abgefuckte Kneipe gegenüber vom Stadion, die Thekendame sah auch schon leicht nach Drogenopfer aus, verkaufte mir dann aber 2 Tickets für 5 € das Stück. So weit so gut.

Also erstmal rein nach Ljubljana und die Wartezeit bis zum Anstoß zur Primetime um 20:15 vertrieben. Nach etwas Touri-Programm und einem guten Abendessen ging es zurück in die Provinz, der Parkplatz war wie erwartet bereits voll mit grün gekleideten Anhängern aus LJ. Der Ticketschalter war zwar noch geöffnet, letztendlich war die Haupttribüne aber komplett gefüllt. Auch die etwa 800-1.000 Gäste um die Green Dragons nahmen auf dieser Platz und belegten die gesamte linke Seite so wie einige "neutrale" Plätze. Einen echten Heimbereich gibt es hier nicht. Die beiden Hintertorseiten ohne Ausbau, die Gegengerade deutlich kleiner und heute wohl vorrangig für Presseleute.

Von der Heimseite gab es nur Scheiße zu hören und zu sehen. Das oberdämliche Maskottchen Domži, was wie auf Drogen versuchte das Publikum anzupeitschen und vermutlich nen Bieber darstellen sollte, nervte auch nur rum. Nach zwei Cheerleader-Einheiten und gefühlt 27 mal der Vereinshymne, war hier endlich Ruhe und man konnte dem richtigen Support der Grünen lauschen, welcher für Slowenien ganz ordentlich war, nach jedem der drei Treffer wurden Blinker angerissen und so ziemlich die halbe Tribüne stimmte in die Gesänge mit ein. Am Ende ein verdienter Sieg für den fünfmaligen Meister, für uns ging es vorbei an einigen dunkel gekleideten Skinheads vorbei zur Karre und dann wieder zurück nach Hause.