AIK Solna - Hammarby IF

Allsvenskan

28.08.16

Ergebnis: 0 - 0

Friends Arena (54.329)

Zuschauer: 30.843

Eintritt: 150 SEK (ca. 16 €)

Sonntag, der Tag des Derbys war gekommen. Wir konnten erstmal ordentlich auspennen, also zumindest ich für meine Verhältnisse ;-) Gegen 11 Uhr schlugen die beiden "topfit" aussehenden Länderpunktsammler Fabian und Lennart bei uns im Hostel auf. Diese hatten gerade eine richtig nette Erholungskreuzfahrt hinter sich, nachdem sie bereits das komplette Baltikum und Finnland eingesammelt hatten. Das Derby ist nach so einer Tortur natürlich reinste Wohltat :)

Nachdem die Taschen in unserem Zimmer Asyl hatten, ging es mit der Tunnelbanna Richtung altem Olympiastadion, obwohl man die Strecke auch locker flockig hätte zu Fuß bewältigen können. Hier erstmal der Schock: Es sah so aus als hätte man keine Chance ins Stadioninnere zu gelangen, alle Tore waren verschlossen, außerdem wurde auf dem Rasen ein gigantisches Festzelt aufgebaut und zerstörte so ziemlich jedes Bild, was man bisher von diesem abartig geilen Teil hatte. Wir gaben nicht auf und umrundeten die Anlage und wurden fündig, ein Gitter stand offen und wir schlüpften durch. Wer den Ground kennt, weiß, dass es sich wohl um die Rosine aller Rosinen handeln dürfte. Neben den Bauarbeitern, die gerade Mittagspause hatten waren auch noch ein paar andere Stadiontouristen vor Ort. Wir machten sabbernd einige Fotos und genoßen jeden Schritt. Vor Abfahrt zum Stadion wurde noch dem Radhuset ein Besuch abgestattet, hier hatte man aber schnell genug gesehen. Ab in den nördlichen Teil der Stadt nach Solna, von der Metrostation hat man noch einen Fußmarsch von knapp 15 Minuten vor sich um sich dann vor dem nächsten Einkaufszentrum einzufinden. Auch die Friends Arena (welch treffender Name für das heutige Spiel) konnte von außen nicht überzeugen. Auch hier fielen die extrem laschen Sicherheitskontrollen auf, so konnten wir uns relativ schnell ins Stadioninnere mogeln und waren 30 Minuten vor Anpfiff drin, Hier sah es dann schon mal etwas ansprechender aus als von außen. Wir befanden uns im absoluten Deutscher-Hopper-Super-Block, vor mir, neben mir, hinter mir, überall hörte man deutsch. So langsam machten sich beide Seiten bereit, die Sturmhauben wurden übergezogen und die Kurven füllten sich. Es war angerichtet. AIK mit einer Choreo zu Ehren des Ursprungsort, der Biblioteksgattan 8, wo der Verein 1891 gegründet wurde, unterlegt mit einer Zeichnung des Ortes im Gründugsjahr und schwarz-gelben Pappen. Hammarby ebenfalls mit einer Choreo: "Die Helden aus dem Süden" davor Hammarby und die Nr. 12, dazu gab es maßig Pyro, im Gegensatz zur Gegenseite. Die Atmosphäre in den ersten 10 Minuten überragend, es brannte im Gästeblock mindestens ein Bengalo, auch auf Heimseite wurde jetzt vereinzelt gezündet. Durch das extrem schwache Spiel flachte die Stimmung leider ab und die Teams gingen mit einem 0:0 in die Pause. Nach der Halbzeit ging es wieder stark los, vor allem AIK war jetzt aufgewacht und legte auf den Rängen ordentlich los, es wurden einige nette Grüße Richtung der Gäste geschickt, sei es ein verbrannter Hammarbyschal, oder Spruchbänder über den Messereinsatz von Bajen bei Kämpfen zwischen beiden Seiten. Danach wurde aufgrund des Grottenkicks aber wieder ehehr auf Sparflamme gekocht und so blieb es leider bis zum Schlusspfiff. Das Derby endete torlos, wir waren etwas enttäuscht und machten uns auf den Weg um uns etwas zu essen zu besorgen. Ein guten Double Cheeseburger bei Supreme Burger später waren wir wieder einigermaßen zufrieden und zeigten den beiden heute Angereisten noch etwas Stockholms Altstadt. Hierbei gab als Nachtisch noch eine belgische Waffel mit Nutella, wobei wir nicht wussten ob uns die Waffel wegen den heftigen 99 SEK oder dem komplett in schwarz gekleideten 50 Mann Mob der im Stechschritt an uns vorbei "ging" stecken blieb. Sah schon heftig aus, wir konnten die Jungs aber keinem Verein zuordnen, schien aber ordentlich ab zu gehen, keine 2 Minuten später folgten jedenfalls die Polizeiautos mit Beamten in Kampfmontur.

Nach ein paar viel zu teuren Bier im O´Connels verabschiedeten wir Fabian und Lennart, welche sich auf eine super tolle 18 Stunden Busto(rt)ur nach Bielefeld eingelassen hatten, dafür aber immerhin nur nen 10er zahlten.